Mental Toughness | Aufmerksamkeit, Flow und Ermüdung

Was ist mentale Stärke?


Ermüdung entsteht peripher in der Muskulatur, durch Abfallprodukte und physikalische Belastung, wie kleine Risse. Ebenso entsteht Ermüdung aber auch zentral, im Gehirn. Bei Ausdauerbelastung kommt unserem Gehirn eine entscheidende, belastungssteuernde Funktion zu. Nur wenn wir "frisch" und „mit uns im Reinen“ an den Start gehen können wir unser Potenzial abrufen.




Eine Belastung über einen langen Zeitraum aufrechtzuerhalten erfordert mentale Widerstandskraft. Mentale Widerstandskraft hängt von vielen Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist die Aufmerksamkeit. Sowohl im Wettkampf, als auch im Training müssen wir uns auf Aufgaben fokussieren. Nur wenn Du gewisse Faktoren ausblenden kannst, kannst Du Deine volle Leistung erreichen.


Diese Fähigkeit können wir trainieren, vielfach spricht man von Flow:

„Flow bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung und restlosen Aufgehen in einer Tätigkeit, die wie von selbst vor sich geht.“ Csíkszentmihályi

Flow ist ein positives Gefühl, ein Gefühl von Konzentration, vom „Funktionieren und abrufen einer Fähigkeit“. Entscheidend, um in einen Flow Zustand zu kommen ist eine selektive Aufmerksamkeit, man blendet alles andere aus. Fokussiert sich nur auf ein, maximal zwei Punkte. Flow ist nicht über einen längeren Zeitraum von 3 und mehr Stunden aufrecht zu halten. Und so sollten gerade in langen Belastungen, wie im Ironman auch „mentale Pausen“ im Wettkampf und Training eingeplant werden.

Plant diese Pausen auch bei langen Sessions ein.




Selektive Aufmerksamkeit ist eine Fähigkeit, die mehr und mehr verloren geht. Viel zu viele Reize buhlen um unsere Aufmerksamkeit, lenken uns dauerhaft ab. Selektive Aufmerksamkeit ist aber auch trainierbar. Wir sind im stetigen Selbstdialog mit uns. An was denkst Du im Training? Warum machst Du diesen Wettkampf? Was sind Deine Werte, die Du mit Deinem Sport ausdrückst? Worauf kannst Du Dich fokussieren? Auf langen Trainingsessions alleine kann man wunderbar an diesem Fokus arbeiten. Dabei stellst Du Dir stets die Frage, was ist jetzt wichtig, worauf möchte ich mich fokussieren? Auf meinen Tritt, meinen Atem, auf den Weg? Dieser Selbstdialog tritt immer bei langen Wettkämpfen auf; Fragen mit denen Du Dich vor Wettkämpfen beschäftigen solltest.


Wir haben alle Makel, Ängste und Fehler. Jeder hat Baustellen, an denen er mental arbeitet. Es ist wichtig und richtig Fehler zu machen, nur so können wir lernen. Es ist normal Angst zu haben, es ist ein Schutzmechanismus, nur so kannst Du Deine Leistung abrufen. Unsere Makel machen uns liebenswert und sind Teil unserer Individualität. Je früher wir dies sehen, desto eher finden wir zur mentalen Stärke. In mental herausfordernden Situationen im Wettkampf müssen wir uns vielen Dämonen stellen

Kommen negative Gedanken auf, die unsere Leistungsfähigkeit behindern, kann man bewusst und laut „Stop“ sagen. Dieses „Stop“-Signal kann helfen seine Aufmerksamkeit wieder auf das Training zu lenken.


In jeder Situation kann ein Sportpsychologe helfen. Eine Therapie kann hier den Unterschied zwischen Spitzensportler und nervösem Wrack sein.

In diesem Sinne,

train smart

Golo

Weitere Informationen zu akkreditierten Sportpsychologen findet ihr hier:

oder hier: MetalGestärkt

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